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Snaefellsjökull in Blau

Einstieg zum Mittelpunkt der Erde ist der 700.000 Jahre alte Stratovulkan (so jedenfalls schrieb es Jules Verne). Immer wieder ergossen sich dicke Lavaströme aus seinem Inneren, zuletzt vor etwa eintausendfünfhundert Jahren.

 

Allgegenwärtig ist der "Schneeberggletscher" für uns während der drei Wochen auf der Halbinsel Snæfellsnes in Island, auch wenn der Gipfel des 1,4 Kilometer hohen Snæfellsjökull sich meist geheimnisvoll in dichten Wolken verbirgt. Endlich zeigt er sein Gesicht. Von seiner ewig weißen Kappe, dem Gletscher sind aktuell noch etwa 8 km² übrig - die Prognose ist düster: gletscherfrei bis 2050.

 

Fensterblick: Der Snæfellsjökull liegt wolkenfrei im blauen Abendlicht.
Fensterblick: Der Snæfellsjökull liegt wolkenfrei im blauen Abendlicht.

Ich fahre mit Andrea um ihn herum, auf ihn herauf. Ich sitze an seinem Fuße am Fenster des Studios und skizziere und fotografiere ihn im Morgen- und Abendlicht. Aber ich schaffe es nicht und verwerfe die Idee den Berg angemessen so zu porträtieren. Endlich reift eine Idee...

Cyanotypie am Berg

Die mitgebrachten, bereits zu Hause mit lichtempfindlicher Lösung vorbeschichteten Papiere hatte ich schon im alten Hafen von Hellnar ausprobiert. Jetzt fahren wir hinauf bis zur Schneegrenze und der Berg spendet etwas von seinem Charakter, von seinem Eis und Schmelzwasser.

 

Die entstandenen Cyanotypien porträtieren ihn nicht nur bildlich, sie sind auch gezeichnet von den rauen Bedingungen vor Ort, sie tragen Spuren von seinem Eis und Schotter.

 

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